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Über mich und meine Familie

Alle meine Freunde nennen mich Jani und ich bin 37 Jahre alt.  Über mich und meine Familie gibt es wohl vor allem eins zu sagen: wir drei sind allesamt „Bike-verrückt“. 

Schon seit 11 Jahren hat mich das Bikefieber gepackt und ich kann nur sagen, dass ich es immer noch als das schönste Hobby der Welt sehe.

Am Anfang stand bereits vor allem das Erlebnis in der Natur im Vordergrund, kombiniert mit dem Adrenalinkick, sich auch auf technischen Trails immer mehr zu steigern, um mit einem Grinsen unten anzukommen. Auch die gemeinsamen sportlichen Ausflüge mit Freunden – samt Einkehr – schafften ein völlig neues Lebensgefühl.

Eine kurze chronologische Zusammenfassung des letzten Jahrzehnts für die, die es interessiert:

  • 2006 nahm mich meine beste Freundin mit zum gemeinsamen Biken. Die ersten 3-4 Touren  war ich noch mit einem 15 Jahre alten lila Univega Hardtail mit Starrgabel unterwegs und ohne Helm. Doch ich merkte schnell, dass mich das Hobby nicht mehr los lassen wird. 4 Wochen später kaufte ich mir also mein erstes Cube Fully samt Ausrüstung und war stolz wie Oskar.
  • Schon 2007 fuhr ich meine ersten Marathons und tingelte von Event zu Event und war völlig begeistert von dem Feeling am Start, während dem Rennen und natürlich im Ziel. Ich startete immer nach der Devise  „dabei sein ist alles, trotzdem schauen was geht, und möglichst viel viel Spaß haben“, um positive Erfahrungen zu sammeln.
  • 2008 startete ich unter anderem mit einem 4er Mädelsteam beim 24h Rennen in München und wir kämpften den ganzen Tag und die ganze Nacht mit viel Frauenpower und schafften voller Freude den 3. Platz.
  • 2009 kaufte ich mir mein erstes Carbon Fully, mein immer noch geliebtes Simplon Stomp. Es folgten auch in diesem Jahr einige Marathons und wie jedes Jahr die Saisoneröffnung beim Riva Bikemarathon. Technisch wurde ich immer besser, so dass eine Dopaminausschüttung, auf immer schwerer werdenen Trails, die andere jagte.
  • Das Jahr 2010 war ein emotional turbulentes Jahr. Ich lernte meinen Mann Micha beim alljährlichen Bike-Marathon in Riva kennen und krankheitbedingte Rückschläge machten mir stark zu schaffen. Ich kämpfte mich erfolgreich durch mein erstes 4 tägiges Etappenrennen – damals noch die Bike-Transgermany (1. Tag: Garmisch – Lermoos 81KM / 2154HM; 2. Tag: Lermoos – Pfronten 75KM / 1863HM; 3. Tag: Lermoos – Sonthofen 55KM / 1830HM; 4. Tag: Sonthofen – Bregenz 75KM / 1365HM). Außerdem eroberten Micha und ich uns gemeinsam  den zweiten Platz beim legendären Swiss-Bike-Masters Marathon in der Schweiz (75km, 3300HM).
  • 2011 schafften Micha und ich dann bei Schnee und wüsten Wetterbedingungen den ersten Platz beim Swiss-Bike-Masters und waren erstaunt, welche Willenskraft wir aufbringen konnten, um bei der Kälte nicht aufzugeben. Neben weiteren Tagesrennen nahmen wir das erste Mal bei einem einwöchigen Fahrtechnikkurs bei Marcus Klausmann teil und waren auch im Sommer nochmals 2 Wochen in unserem Lieblingsbikehotel dem Steineggerhof  http://www.steineggerhof.com . Hierbei entdeckten wir nun auch endlich vollends den Spaß an mehr Federweg und Touren abseits des Renntrubels und an Bikeshorts anstelle von Lycra!
  • Anfang 2012 sorgte mein neues Giant Reign 0 für einen enormen Spaßfaktor neben dem Renntraining. Im Juli  sollte unsere bisherige Rennerfahrung eine gemeinsame Teilnahme bei der Craft-Bike-Transalp als Mixed-Team krönen. Wir waren bis zum 4. Tag auch super unterwegs, bis mich leider ein Magen-Darm-Infekt in die Knie zwang. Nach dem 5. von 8 Tagen musste ich daher zähneknirschend mit Fieber aufgeben. Micha holte sich aber für uns beide noch das Finisher-Trikot in Riva. – Eigentlich hätten wir also mit der Tranalp noch eine Rechnung offen…!

Drei Wochen nach der Transalp heiraten Micha und ich Mitte August 2012 im Bikehotel Steineggerhof und verbrachten einen tollen Urlaub. Mitte September war ich dann schwanger und es folgte ein Umbruch in unserem bisherigen Bikeleben. Ab November 2012 hatte ich wegen Komplikationen Sportverbot und ab März 2013 musste ich komplett liegen. Unser kleiner Sohn Nino kam dann auch noch zu früh zur Welt und wir mussten eine gewisse Zeit jeden Tag ins Krankenhaus pendeln. An Biken oder Sport war nicht zu denken und es zählte einzig und alleine unser kleiner Sohn.

Mein Plan bis zum 6. Schwangerschaftsmonat auf dem Bike zu sitzen ging absolut in die Hose.

Nebenher bauten wir noch ein Haus und heute sind wir rückblickend sehr sehr froh, dass es uns allen sehr gut geht. Wir sind über glücklich unseren kleinen Sohn zu haben und daher orientierten wir uns Sport- und Biketechnisch gänzlich neu.

Ein Glücksfall war in dieser Zeit auch mein Gewinn zur Teilnahme bei einem Mountainbike Womenscamp in Latsch den ich bei Sigma gewonnen hatte. Trotz meines schlechten Fitnesszustands reiste ich zu meinem ersten Womenscamp an und schaffte es in der Freeride-Gruppe mit zu halten, was mir neues Selbstvertrauen und vor allem den Spaß am Biken wieder gab. Also reiste ich auch 2015 und 2016 jeweils im Mai zum Womenscamp nach Latsch, um endlich wieder Bikeluft zu schnuppern. Außerdem verbrachten wir unsere Familienurlaube auch die letzten 3 Jahre immer mit den Bikes und dem Anhänger sowie dem Follow-me in den Bergen in Davos und Südtirol.

Wir sortierten uns also komplett neu, fanden neue Wege auch mit Kind aktiv zu sein. Biketouren, ob mit Anhänger, mit Follow-me oder mit Streamliner und sogar schon mit Kinderfahrrad werden seither eingebaut. Und natürlich sind wir happy, denn es scheint so, dass zumindest bisher auch unserem kleinen Nino das „Bike-Gen“ in die Wiege gelegt wurde.

Trotzdem kämpfte ich erfolglos die letzten 3 Jahre, wieder annährend an meinen damaligen Fitnesszustand heran zu kommen. Fast ein dreiviertel Jahr ohne Sport und 3 Monate nur im Krankenhaus und zu Hause liegen hatten mir ganz schön zugesetzt. Hinzu kam der Zeitmangel während des Hausbaus und die ständigen Erkältungen und grippalen Infekten die mein Sohn ständig anschleppt.

Daher bekam das Aufflammen des Ebike-Themas plötzlich eine ganz neue Bedeutung für mich. Noch vor 4 Jahren hätte ich wahrscheinlich gesagt – sowas brauche ich nicht -.

Mehr um mit reden zu können und zu verstehen warum so viele von Ebikes schwärmen, nahm ich beim Womenscamp 2016, abends nach der normalen Freeridetour, noch bei einem „Sunset Ride“ auf Ebikes teil – geführt von Greta Weithaler – und es gibt nur eins zu sagen: es hat mich absolut geflasht!

Wer mehr zu unserem besonderen Moment auf der Tour lesen möchte, kann die Gedanken von Greta zur Tour und dem Ebike im Allgemeinen unter diesem Artikel „MTB mit Motor – oder: Die Angst, überholt zu werden“ und unter diesem Link: https://www.emtb-news.de/news/mtb-mit-motor-oder-die-angst-ueberholt-zu-werden/ nach verfolgen. Denn schönere Worte hätte ich, für unser unvergessliches und zauberhaftes Erlebnis im Sonnenuntergang, nicht finden können.

Heute denke ich, wenn es eine Möglichkeit gibt, wieder mehr Spaß am Uphill zu haben, vor allem auch mit meinem kleinen Sohn hinten dran auf dem Streamliner unseren Aktionsradius zu allen möglichen Spielplätzen oder Bergalmen zu erhöhen, dann muss ich diese Möglichkeit unbedingt testen.

Wir sind also genauso gespannt was unsere Testphase bringt, wie sich unser Bikeleben weiter verändert und wer uns auf unserem Weg begleiten wird.

Vielen Dank, dass ihr auf alle Fälle mit dabei seit.