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Allgemeines zur (E-) Bikeregion Latsch / Vinschgau, Südtirol

Im Jahr 2014 habe ich Latsch das erste mal zu einem Womens-Bike-Camp besucht und war sofort begeistert. Seitem war ich Anfang Mai 2014, 2015 und 2016 in Latsch. Auch in diesem Jahr kann ich es einfach nicht lassen.

Latsch im Vinschgau hat sich aus meiner Sicht die letzten Jahre zur absoluten Topadresse des Biketourismus entwickelt. Es finden zahlreiche Events und Fahrtechnikkurse statt, es gibt viele professionelle Bikebetriebe, Bikeshuttle und -schulen.

Aber auch Urlauber die autonom unterwegs sind finden sich in Latsch sehr gut zurecht. Eine Besonderheit ist, dass es ein großes Netz an ausgewiesenen MTB Trails in jeglichen Schwierigkeitsgraden gibt. Daher ist Latsch eigentlich für jeden Biker oder Ebiker geeignet und auch Familien kommen voll auf ihre Kosten.

Was mich auch immer wieder jedes Jahr aufs neue Anfang Mai nach Latsch zieht, ist nicht nur das Womens-Bike-Camp an dem ich in diesem Jahr zum 4. Mal teilnehme, sondern vor allem die mega spaßigen und flowigen Trails, kombiniert mit dem mediterranen, sonnigen und trockenen Wetter.  Mit 1.940 Sonnenstunden im Jahr ist Latsch ein wahrer Genuss für sportlich Aktive und Biken soll von Anfang März bis in den November zumindest am Sonnenberg möglich sein.

Was ich auch so toll finde ist, dass es Trails in unterschiedlichsten Kategorien gibt. Ich mag total gerne natürlich gebliebene flowige Trails mit kniffligen Stellen und das findet man in Latsch genauso wie hochalpine Touren, die bei mir teilweise noch auf der To-Do Liste stehen.

Da wir oftmals nicht nur mit Mountainbikes anreisen, sondern mein Mann auch gerne mit dem Rennrad unterwegs ist, passt Latsch optimal als Ausgangsort für jeglichen Bikesport. Zu finden sind wunderschöne Almentouren mit feinen Single-Trails, bis hin zu anspruchsvollen Rennradtouren wie zum Beispiel zum berühmten Stilfser Joch, das mit seinen 48 Spitzkehren in Rennradlerkreisen berüchtigt ist oder die Giro d’Italia-Strecke 2013, die vom Stilfserjoch kommend über die Fraktion Morter bis ins hintere Martelltal verläuft.

Gelesen aber nicht ausprobiert haben wir, dass auch Genussbiker voll auf ihre Kosten kommen sollen. Zum Beispiel auf der Strecke entlang der alten Römerstraße Via Claudia Augusta, die als leichter Radweg durch den gesamten Vinschgau führt, mit vielfältigen Kultur- und Kulinarikhighlights entlang der Strecke.

Für uns als Familie ist es auch toll, dass man entlang der Etschradroute sehr gut auch mit dem Nachläufer oder Kinderräder als Familie unterwegs sein kann. Es kommen zahlreiche Spielplätze oder Rastmöglichkeiten, wo man auch mit Kindern eine tolle Tour machen kann. Super ist hier auch, dass man, wenn man eine weite Strecke nicht mehr zurück schafft, jederzeit auch mit der Vinschgau Bahn zum Ausgangspunkt zurück fahren kann.

Das macht die Etschradroute sicher künftig auch noch mehr für Familien und Trekking (E-) biker interessant. Es gibt in Latsch auch die Möglichkeit (E-) Bikes zu leihen und (E-) biken mit der VinschgauBahn, zu kombinieren, um möglichst viele Kulturschätze entlang der 89km langen Etschradroute ganz einfach zu entdecken! In der ganzen Umgebung von Latsch können schöne (E-) Biketouren zu Burgen, Schlössern und Ruinen unternommen werden und auch Meran ist nicht weit entfernt für einen Abstecher. Auch leichtere Trails bieten gute Möglichkeiten für Anfänger und auch Familien den “Flow” auf Trails zu erleben.

Wer nicht so stark bergauf unterwegs ist, jedoch nicht auf die spaßigen Trails am Sonnenberg verzichten möchte wie z.B. den Montesoletrail oder den Tschillitrail, der hat ganz früh morgens und nachmittags die Möglichkeit die Seilbahn “St. Martin” zu benutzen. Sie transportiert nicht immer Biker, also hier immer die Betriebszeiten im Auge behalten.

Auf der gegenüberliegenden Seite, am Nörderberg, unterstützt der Sessellift zur Tarscher Alm. Die Trails auf dieser Seite sind aus meiner Sicht ebenfalls spektakulär. Einer meiner absoluten Lieblingstrails ist derzeit der Roadbrunntrail. Auf 9 km gilt es 1.052 Höhenmeter  zu überwinden. Der Trail führt anfangs noch flowig ins Tal, aber zum Ende hin ist er mit tollen anspruchsvolleren Passagen gewürzt.

In Latsch war es übrigens auch, wo ich mich letztes Jahr im Mai mit dem E-Bike Virus etwas infiziert habe. Mehr um mit reden zu können und zu verstehen warum so viele von Ebikes schwärmen, nahm ich beim Womenscamp 2016, abends nach der normalen Freeridetour, noch bei einem „Sunset Ride“ auf Ebikes teil – geführt von Greta Weithaler – und es gibt nur eins zu sagen: es hat mich absolut geflasht!

Wer mehr zu unserem besonderen Moment auf der Tour lesen möchte, kann die Gedanken von Greta zur Tour und dem Ebike im Allgemeinen unter diesem Artikel „MTB mit Motor – oder: Die Angst, überholt zu werden“ hier: https://www.emtb-news.de/news/mtb-mit-motor-oder-die-angst-ueberholt-zu-werden/ nach verfolgen. Denn schönere Worte hätte ich, für unser unvergessliches und zauberhaftes Erlebnis im Sonnenuntergang, nicht finden können.

Alles in allem kann man Latsch wohl als Paradies für (E-) Biker bezeichnen. Auch das Bike Magazin bezeichnete schon im Jahr 2013 die Latscher Trails als: legendär trocken, legendär flowig, einzigartig natürlich.

Aus meiner Sicht ist das Wichtigste was Latsch als Bike Tourismusregion auszeichnet nicht nur die außerordentliche Lage, sondern auch der erarbeitete “Bike Code Vinschgau” –   bei welchem absolute “Trail Toleranz” herrscht. Das bedeutet, das im Vinschgau Wanderer und Mountainbiker oftmals
 die gleichen Wege miteinander benutzen und die Devise lautet: Gemeinsam rücksichtsvoll Spass haben!

Hier könnten sich einige Tourismusregionen und vor allem auch mein Heimatland Baden-Württemberg, wo es verboten ist auf Singletrails unter 2m Breite zu fahren, eine Scheibe abschneiden.

Wenn Ihr noch Tipps und Anregungen habt, die ich auf diese Seite aufnehmen soll, freue ich mich, wenn ihr diese einfach kommentiert. Oder schreibt mir doch einfach mal, welche Trails Euch am besten gefallen und vielleicht noch Geheimtipps sind.

Einige meiner Lieblingstrails:

  • Roadbrunntrail
  • Tschillitrail
  • 4 gewinnt 13

Geplante Trails:

Noch auf meinem Plan stehen vor allem die hochalpinen Touren wie z.B.:

  • Goldsee-Trail
  • Tibet-Trail.

Allgemeine Tipps für Latsch:

http://www.mythos-ebike.de/allgemeine-tipps-fuer-latsch/

Bereits getestete Bikeunterkünfte:

  • Landhotel Latscherhof – zu unserem Test geht es hier:

http://www.mythos-ebike.de/landhotel-latscherhof/

  • Ferienwohnung Schlosshof – zu unserem Test geht es hier:

http://www.mythos-ebike.de/ferienwohnung-schlosshof-in-latsch/

  • Hotel Tanja *** Sonnen-Hof – Zu unserem Test geht es hier:

http://www.hoteltanja.com/de/hotel-tanja-pension-latsch-vinschgau-suedtirol.html

Ein weiteres von Freunden empfohlenes Hotel:

  • Dolve Vita Hotel Jagdhof ****S – Das Hotel wurde noch nicht selbst getestet, aber von Freunden empfohlen. https://www.jagdhof.com/de/

Wir haben dieses Hotel leider noch nicht persönlich getestet, es soll aber wunderschön dort sein und Chef Martin Pirhofer – kurz genannt Piri – ist selbst leidenschaftlicher Biker und guided uns immer in der Freeridegruppe beim Womenscamp. Er kennt die besten Strecken und Tourentipps, daher denke ich ich kann es guten Gewissens ebenfalls empfehlen.

Die liebe Joana, die den Blog “Rumpeldipumpel” schreibt, hat das Hotel bereits getestet. Ihren tollen Test-Blogbeitrag über den Jagdhof könnt ihr hier lesen:

https://www.rumpeldipumpel.com/home/2017/4/19/wo-mountainbiken-chefsache-ist

Tipps für E-Mountainbiker:

http://www.mythos-ebike.de/tipps-fuer-e-mountainbiker-in-latsch/

Schaut Euch doch auch mal den neuesten Bericht von emtb-news an! Dort sind tolle neue Tourenvorschläge und Bilder von Latsch abgelichtet: https://www.emtb-news.de/news/spot-check-latsch/

Bilder sagen mehr als Worte:

Video Womenscamp 2016

Unterwegs auf dem Roadbrunntrail! Da man mich kaum erkennt: ich bin die erste Fahrerin in der Passage auf dem Video.

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