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Die Harbe Line in Sölden begeistert als blau ausgewiesener Trail Bikefamilien und fortgeschrittene Biker – Trailcheck

Die Harbe Line in Sölden begeistert als blau ausgewiesener Trail Bikefamilien und fortgeschrittene Biker – Trailcheck

Die Harbe Line in Sölden begeistert als blau ausgewiesener Trail Bikefamilien und fortgeschrittene Biker – Trailcheck

Ja Ihr Lieben, wie Ihr vermutlich in meinem Blogbeitrag Bombastische Mountainbike Trails auch für Kinder – wie uns die „Bike Republik Sölden“ als wahres Trailparadies begeistert hat – gelesen habt, waren wir von Sölden sowas von „geflasht“.

Und ich habe  in meinem Beitrag versprochen, noch näher auf die einzelnen Trails einzugehen, die wir in Sölden gefahren sind.  Hier kommt also ein kurzer Beitrag inklusive Filmchen, wie wir gemeinsam als Bike-Familie die blaue Harbe Line in Sölden runter gedüst sind.

Daten und Fakten:

Harbe Line  – ([haʁbə] Ötztaler Dialekt für „immer und immer wieder“)

Inbetriebnahme: Sommer 2017

Länge: ca. 2,2 km lange

Tiefenmeter: etwa 180 bis Hochsölden

Strecke: Gipfelstation der Giggijochbahn Bergstation bis nach Hochsölden.

Schwierigkeit: blau also Schwierigkeitsstufe S1.

Ein Hinweis von mir an dieser Stelle: obwohl die Harbe Line als blaue und damit auch als Anfänger Linie ausgewiesen ist, sind wir diesen Trail erst am Ende unseres Aufenthalts gefahren, da wir bereits gelesen hatten, dass unerfahrenen Bikern vom Befahren abgeraten wird. Grund dafür ist, dass das umliegende Gelände über der Baumgrenze ganz schön steil ist und man schon sicher auf dem Weg bleiben und sein Bike beherrschen sollte. 

Der Trailcheck mit Mountainbike-Nachwuchs

Natürlich hatte ich etwas Bammel mit unserem 5 jährigen Mountainbike-Nachwuchs Nino im Gepäck nach oben zu fahren, ohne zu wissen was uns wirklich erwartet. Doch hatte er in den ersten Tagen gezeigt, wie sicher er auf den blauen Eebme-Line, Ohn-Line und Broate-Line zurecht kam, so dass Micha und ich ihm auch die Harbe Line von der Beschreibung her zutrauten.

Immerhin fährt Nino seit seinem 3. Geburtstag Rad und wird mit jedem Sommer besser. Was ich auch beruhigend finde ist, dass er oftmals am Beginn eines Trails erst mal vorsichtig los fährt und zögert. Manchmal auch erstmal eine Kurve schiebt, bis das Selbstvertrauen zurück kommt, um mitten in der Abfahrt dann so richtig in den Flow zu kommen. Auch in meinem Video könnt Ihr gut sehen, wie Nino sich immer mehr steigert und gegen Ende richtig sicher unterwegs ist!

Wir sind also schon mächtig stolz, wie gut er sich und seine Fähigkeiten einschätzen kann. Trotzdem bleibt bei mir immer eine gewisse Restskepsis, vor allem dann, wenn ich die Trails selber noch nicht kenne und einschätzen kann. Und natürlich auch aufgrund des Gedankens, dass ich selbst einfach nur staune, wie man so sicher und gut auf einem kleinen 20 Zoll Hardtail auf solchen Trails unterwegs sein kann. Die einzige Begrenzung, die wir immer wieder merkten war, dass wir rechtzeitig Pausen für Nino`s Hände machen mussten. Auch heute sollte es eine lange Abfahrt von der Harbe Line bis ins Tal werden.

Also wagten wir uns ausgerüstet mit Rückenprotektor, Knie- und Ellenbogenprotektoren für Nino auf die „Harbe-Line“. Da wir im Hotel Liebe Sonne wohnten, konnten wir direkt hinter dem Hotel mit der Giggijochbahn über die Rolltreppe starten.  Als wir oben aus der Gondel ausstiegen und los fuhren, dachte ich dann aber schon kurz:

„oh oh hoffentlich schafft es Nino auch auf dem Trail zu bleiben und stürzt nicht.“

Los ging es über eine Bretterkonstruktion und oben waren die Kurven auch noch abgesichert mit einer Holzbande. Trotzdem war es ein ganz anderes Gefühl als auf den blauen Linien drüben an der Gaislachkogelbahn. Die Trails dort sind meistens umrahmt von Bäumen und wirken dadurch sehr viel einfacher. Nino hatte daher in den ersten beiden Kurven auf der Harbe Line schon noch etwas Respekt und sagte selber, er wird wohl lieber nicht über einzelne Steine schanzen, damit er nicht vom Weg abkommt.

Richtig tief abstürzen kann man zwar nicht, aber ja es war schon kein Busch oder Baum mehr entlang des Trails zu sehen, der einen bei einem Sturz hätte auffangen oder abbremsen könnte.

Mein manchmal etwas vorsichtigeres Mamaherz wurde aber mit jeder Kurve, die Nino meisterte mehr als beruhigt und voller Stolz erfüllt. Nino fuhr zwischenzeitlich so gut, dass er wirklich jeden Meter und jede Kurve souverän meisterte und selbst ganz stolz unten ankam.

Wie Murmeln auf einer Murmelbahn „kullerten“ wir kurvig mit ganz viel Spaß ins Tal und die Harbe Line spuckte uns fröhlich grinsend wieder in Hochsölden aus. Unten angekommen bestätigte uns ein Biker, dass wir den auf der Karte gefundenen Wanderweg nehmen könnten, als Transfer rüber Richtung „Ohn-Line“ bzw. zur Talstation des Sessellifts „Langeggbahn“. Von dort aus würde ich nochmal hoch zur rot ausgewiesenen „Ollweite Line“ fahren und Micha mit Nino auch direkt wieder zur blauen Ohn-Line kommen. Die beiden könnten so ebenfalls nochmals weitere super spaßige 400-500 Tiefenmeter auf blauen Lines hinunter ins Tal düsen.

Da unser Nino ja nie genug Trails fahren kann, war sofort klar, dass wir das auf alle Fälle ausprobieren.

Nach kurzem Suchen fanden wir die Transferstrecke oberhalb vom Bergrestaurant Schönblick, wo es super leckeres Essen und einen tollen Spielplatz gibt. Zuerst ging es auf einem Schotterweg rüber, bis wir den kleinen Einstieg in einen Wanderweg fanden. Auch Nino schaffte den recht schmalen und technisch nicht immer einfach zu fahrenden Wanderweg größtenteils super und konnte alles bis auf 3 oder 4 Spitzkehren sowie den Ausstieg aus dem Trail fahren. Das was nicht fahrbar für Nino war, schoben wir einfach. Am Ende des Trails kamen wir an der Almwirtschaft Gampe Thaya vorbei und beschlossen, dass wir uns auch diese Alm auf alle Fälle für eine Mittags-Einkehr merken müssen. Eine tolle Sonnenterasse mit einem wunderschönen Bergpanorama luden quasi regelrecht zum Verweilen ein.

Doch wir wollten ja noch weiter fahren und noch keine Mittagspause einlegen. Also ging es über eine kurzen Wanderweg zwischen Bergwiesen hindurch weiter – in Richtung Langeggbahn. Am Sessellifts „Langeggbahn“ angekommen klatschten wir und ab und wünschten uns noch ganz viel Spaß. Nach einer kurzen Schoko-Riegel-Stärkung trennten wir uns und ich fuhr mit dem Sessellift nochmal rauf zur „Ollweite Line“. Vom Lift aus konnte ich sehen, wie Micha und Nino abbogen zur „Ohn-Line“ und „Broate Line“, um zurück nach Sölden zu gelangen. Schnell waren sie im Wald verschwunden und ich beobachtete die Biker die sich unter mir auf der Ollweite Line vergnügten. Das Panorama der Berge und mit dem Gletscher im Hintergrund tat sein übriges und zauberte mir ein dickes Lächeln ins Gesicht. Nach der Ollweite Line wollte ich die selbe Route wählen und versuchte meine Beiden einzuholen. Doch bis ich oben war und die Ollweite Line mit ihren zahlreichen Kehren runter gedüst bin, waren Nino und. Micha schon längst wieder unten im Tal angekommen, so dass ich sie erst wieder unten im Tal am Pumptrack begrüßen konnte.

Neu hinzugekommen ist ja im Jahr 2019 dann die Verlängerung der Harbe Line. Man kann nun über die sehr spaßige Gahe Line auch voll ganz ins Tal düsen und so viel kann schonmal verraten werden: wer auf Tables und kleine Sprünge steht, der wird aus dem Jauchzen nicht mehr heraus kommen. Auch von der „Ollweite Line“ will ich Euch noch ein Video schneiden, sobald ich Zeit finde. Bis ich die Videos geschnitten habe, empfehle ich Euch auf alle Fälle in meinen Beitrag reinzulesen und Euch von den Bildern inspirieren zu lassen: „Die Gahe Line und die Ollweite Line – der neue und einer der spaßigsten Trails in der Bikerepublik Sölden – Trailcheck“ den Ihr hier findet: Gahe und Ollweite Line – Trailcheck

Micha und Nino erzählten auf alle Fälle wie cool auch noch die Anfahrt über die „Ohn-Line“ und „Broate-Line“ ins Tal gewesen war und wie toll der Pumptrack mit einigen anderen Kindern zu fahren sei.

Videobeitrag – Trailcheck Harbe Line

Damit Ihr selber einen Eindruck von der Harbe Line bekommt und seht, wie wir das als Bike-Familie mit Nachwuchs-Mountainbiker erlebt haben, kommt hier nun also unser neuester Film:

Harbe Line, Sölden – Trailcheck als Bikefamilie

Fazit:

Uns hat die Harbe Line vor allem als Bikefamilie sehr gut gefallen. Trotzdem muss man schon sagen, dass Kinder sicher fahren können müssen, wenn man sich mit ihnen auf diesen Trail wagt. Nino hat den Trail mit seinem kleinen 20 Zoll Hardtail „Dreckspatz“ von Propain richtig gut gemeistert und wir sind immer noch super stolz auf ihn.

Vor allem, dass er auch noch die Kraft hatte über die Ohn- und Bronte-Line voll ins Tal zu diesen hat uns wirklich sehr begeistert. Gerade für Bike-Familien sind die Kombinationsmöglichkeiten mit den Gondeln und den vielen blauen sowie roten Lines eine tolle Sache.

Auch als fortgeschrittene Biker macht der die Harbe Line total viel Spaß – vor allem als Einstieg, um im Anschluss dann noch weiter hoch zur Ollweit Line zu fahren und von dort dann über die Ohn-Line bis runter ins Tal zu düsen.

Mein Rücken hat von so vielen Tiefenmeter am Stück anschließend ganz schön gezwickt, da ich so lange Abfahrten einfach nicht mehr gewöhnt war. Das Panorama und die angelegten Trails sind wirklich allererste Sahne und wir werden auf alle Fälle wieder kommen!

Richtig gut war, dass ich mein MTB Liv Hail dabei hatte, das flog nur so um jede Kurve.

Seid Ihr selbst bereits in Sölden gewesen und wenn ja hat es Euch gefallen?  Oder könnt Ihr uns weitere tolle Trails / Bikeregionen für Nino als Nachwuchs-Biker empfehlen?

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Ganz arg liebe Grüße an Euch und habt ein schönes Wochenende,

Jani

1 thought on “Die Harbe Line in Sölden begeistert als blau ausgewiesener Trail Bikefamilien und fortgeschrittene Biker – Trailcheck

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